Erinnophilie

Was ist denn nun Erinnophilie?
"Erinnophilie" dieses Wort bezeichnet das neben der Philatelie bestehende selbständige Sammelgebiet der nichtpostalischen Marken.
Das Wort selbst ist nicht sehr bekannt, obwohl  es schon seit mehr als 70 Jahren besteht. Historiker wollen wissen, dass dieses Wort von den griechische "Erinnyen", den Rachegöttingen, abgeleitet sein soll.
Andere führen es ganz einfach auf das deutsche Wort "Erinnerung" zurück
Die häufig verwendeten anderen Begriffe wie Vignetten, Privatpost-Marken,  usw. sind nur Teile eines riesigen Sammelgebietes, welches ein Sammler kaum umfassend bearbeiten kann.

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Was gehört nun eigentlich alles zur Erinnophilie?
Zunächst einmal gibt es zahlreiche Überschneidungen mit der (klassischen?!) Philatelie. Hier sind beispielsweise die halbamtlichen Flug-Marken und Stempel-Marken zu erwähnen, welche auch zu einem Teil in den entsprechenden Briefmarken-Katalogen aufgeführt sind, obwohl sie mit einer postalischen Gebühr vielfach nichts zu tun haben.
Ferner gibt es Gebühren-Marken, die als Briefmarken verwendet wurden (und umgekehrt). Einige Briefmarken, z.B. aus der Inflationszeit kennen wir mit privaten Auf- und Zudrucken. Die Behörden-Siegelmarken wiederum hängen eng mit der Portofreiheit zusammen.

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Zu den  klassischen Gebieten der Erinnophilie gehören die Fiskal-Marken, also die Steuermarken oder Gebühren- Marken jeglicher Art.
Sodann die Wohltätigkeits- und Spenden-Marken in den verschiedensten Arten, Ausführungen und für die ebenso vielfältigsten Institutionen. Schließlich das kaum überschaubare, riesige Gebiet der Werbe-Marken.
Hier zu nennen sind die Gelegenheits-Marken zu Ausstellungen, Jubiläen und anderen Veranstaltungen, welche neben den Fremdenverkehrs-Marken und Propaganda-Marken aus Politik, Sozialwesen und Kultur wohl zu den am meisten gesammelten Marken gehören.
Aber auch die rein privaten Firmen-Marken finden ebenso ihre Liebhaber, wie die Privatpost - Marken, welche ihren großen Sammlerkreis erobert haben.

 

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